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Strom & Wasser 2008
- Apokalyptische Volksmusik -
Da brettern die Damen und Herren von Strom & Wasser ein anarchistisches Feuerwerk ab, das sich gewaschen hat – voller Humor, Improvisationsfreude und politischer Brisanz wird munter von Walzer zu Punk, von Tango zur Polka gewechselt und das Publikum in ein höchst unterhaltsames Wechselbad aus Lachen und Betroffenheit, Tanzlaune und Poesie geführt. Auch politisch eine höchst energiegeladene Mischung: hat doch erst kürzlich Heinz Ratz, Sänger und Bassist der Band, gezeigt, daß Musik nicht nur kommentierende Funktion haben muß, sondern ein deutliches Mittel zur gesellschaftlichen Einmischung sein kann: nicht nur in zahlreichen Konzerten gegen die NPD, sondern auch in seinem „Lauf gegen die Kälte“, bei dem er Anfang dieses Jahres einen Monat lang zu Fuß von Dortmund nach München lief, um seinen Protest gegen die zunehmende soziale Verhärtung zu formulieren und jeden Abend Konzerte für Obdachlose zu geben. Kein Wunder, daß abseits vom Mainstream eine stetig wachsende Fangemeinde den Erfolg dieser fröhlich-wilden, absolut respektlosen Band mitträgt.
“Heinz Ratz ist nicht nur ein sehr sympathischer Kollege mit einer erstaunlichen Bühnenpräsenz, er gehört sicher zu stärksten und eigentümlichsten Talenten der jüngeren Generation. Ich freue mich über einen Künstler, der über sich selbst nachdenkt, der Widerspruchsgeist, künstlerische Unbestechlichkeit und eine beinahe anarchische Lust am Provozieren mit großer Sensibilität, ja Verwundbarkeit vereint. Aus den schwermütigen Texten von Heinz Ratz blitzen gelegentlich gefährliche Lebenslust und makaberer Witz hervor. Eine Entdeckung!”
(Konstantin Wecker)
